Trotz hochautomatisierter Geschäftsprozesse dauern Systemänderungen in validierten SAP-Umgebungen Wochen. Dokumentation in Word, Tests per Hand, kein durchgängiges Traceability-Konzept — die technische Implementierung dauert Minuten, während Dokumentation und Tests Tage oder Wochen beanspruchen.
Das Dilemma der Steinzeit-Werkzeuge
Aktuelle Workarounds — DMS-Systeme, Jira, HP ALM — verbessern die Auswertbarkeit, reduzieren aber die Durchlaufzeit minimal. Die eigentliche Ursache liegt tiefer: Validierung wird als Dokumentationsaufgabe verstanden statt als Qualitätsprozess, der technische Automation verträgt.
SAP Solution Manager: Das ungenutztes Potenzial
Der Solution Manager bietet standardmäßig:
- Integration von Incident-, Change- und Transportmanagement
- Testfall-Management und manuelle Testdurchführung mit digitalem Protokoll
- Prozessmodellierung mit digitalen Signaturen (21 CFR Part 11 / Annex 11 konform)
- Keine zusätzlichen Lizenzkosten für bestehende SAP-Kunden
Link.it!: Objektorientiertes Requirement Management
Das schlanke Add-On ermöglicht echte Traceability auf Anforderungsebene: URS-Punkte werden direkt mit Testfällen verknüpft, Änderungen an Anforderungen triggern automatisch betroffene Tests. Kein manuelles Mapping, kein Excel-Pflegeaufwand — ohne zusätzliche Lizenzkosten.
Tricentis Tosca: Testautomatisierung für Key User
SAPs 2020 angekündigte Partnerschaft mit Tricentis ermöglicht intuitive Testautomatisierung ohne Programmierkenntnisse. „Full Functional Testing bedeutet, dass mit vertretbarem Aufwand bis zu 90 % aller durchzuführenden Tests automatisiert werden können." Hunderte Testfälle werden wöchentlich automatisiert ausgeführt, Risiken durch umfassendes Regression Testing minimiert.
Das Ergebnis
Die Kombination aus Solution Manager, Link.it! und Tricentis Tosca reduziert Durchlaufzeiten erheblich, schafft lückenlose Traceability vom Anforderung bis zum Testergebnis und minimiert gleichzeitig Lizenzkosten. CSV wird damit von einer Compliance-Last zu einem messbaren Wettbewerbsvorteil.